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Am Freitag Vormittag, den 12. Februar trafen sich 17 DAV Mitglieder vom DAV Rottal Neumarkt St.Veit beim Gasthof Breit in Vorderschmiding. Um 10.00 Uhr kam unser Nationalparkführer Martin Stadler dazu. Wir fuhren dann nach Hinterfirmiansreut auf 900 m mit der 300 Jahre alten Linde. Von hier ging es bei herrlichem Sonnenschein und Pulverschnee mit den Schneeschuhen zum Scheuereck auf 1100 m. Das ehemalige Dorf wurde 1775 mit den ersten 6 Häusern gegründet. Darüber konnte unser Führer viel berichten. Leider gibt es nur noch eine Infotafel über die Geschichte. Über Hochflächen und Alleen ging es wieder zu den Autos. Die erste Tour mit 9 km Länge ist zu Ende. Am Abend kamen noch 4 Mitglieder dazu und es gab noch einen lustigen Abend.
Am Samstag früh fuhren wir nach Finsterau zum Parkplatz Wistelberg auf 1065 m Höhe. Heute hatten wir leichten Nebel, aber auch das hatte seinen Reiz. Auf unberührtem Schnee führte uns Martin Stadler auf einem Waldsteig zur alten Klause und weiter am Schwellgraben entlang zur Reschbachklause, einem kleinen romantischem See zur Brotzeit. Jetzt begann der Anstieg zur Moldauquelle und Siebensteinkopf. Die Moldauquelle ließen wir aber dann, aus Zeitgründen links liegen. Oben am Siebensteinkopf mit dem Gipfelkreuz durfte natürlich das Gruppenfoto und ein Schnapserl nicht fehlen. Unser Rudi verteilte an die 13 Damen Pralinen. Der kurze, aber steilere Abstieg auf der anderen Seite erforderte etwas Konzentration und Standfestigkeit. Weiter auf einem mit Steinen aufgerichteter Weg am Schwellgraben entlang und durch tief verschneiten Wald und offenem Gelände ging es wieder zum Parkplatz.
Am Sonntag ging es zu den verlassenen Dörfern, Schwendreut und Leopoldsreut, heute mit Tourenleiter Martin Aimer. Kurz hinter Hinterschmiding ging es los. Auf einer Forststraße und später durch den verschneiten Wald weglos zum Hauptweg Nr. 5, weiter spurten wir zur Bruder Konradkapelle. Neben der Langlaufloipe ging es dann nach Schwendreut, von 1618 bis 1957 bewohnt, mit der kleinen Holzkirche. Nach einer kurzen Rast zog sich der Weg 2 km ansteigend zum Aussichtsturm Haidl auf 1165 m. Oben auf dem Turm gab es eine herrliche Aussicht zu den bekannten Bayerwald Bergen, Dreisessel, Lusen, Rachel. Leider konnten wir diesmal die Alpen nicht sehen. Nach dem Abstieg ging es weiter nach Leopoldsreut mit der schönen Kirche St. Nepomuk und dem alten Schulhaus, das gerade renoviert wird. Die Schule wurde 1955 aufgelöst. 1962 wurden die letzten Häuser abgerissen, das Leben dort oben war zu schwer für die alten Leute. Der Rückweg war zum Teil wie beim Aufstieg, unterwegs trafen wir noch auf eine Felsformation, liegende Kamele, so genannt von den Einheimischen. Insgesamt war die Tour 14 km lang.
Es waren drei wunderbare Wintertourentage, es war ein Glück, dass von Mittwoch auf Donnerstag noch mal 20 cm Pulverschnee gefallen sind. Es war eine superstarke und lustige Gruppe, aus 13 Damen und 8 Männern, da macht es auch Freude, dies zu organisieren und die nächste Tour zu planen. |